Grundinstandsetzung Domkreuzgang und Domkapitelhaus

Der Regensburger Domkreuzgang ist ein Baudenkmal von europäischem Rang und verkörpert eine kontinuierliche Baugeschichte über zwei Jahrtausende. Jede Bauphase hat den Kreuzgang mit herausragenden Bau- und Ausstattungswerken bereichert. Die ursprünglich romanische Doppelkreuzganganlage wurde im Jahr 1525 tiefgreifend umgebaut und mit spätgotischen Architekturelementen gestaltet. Die Allerheiligenkapelle ist auf das Jahr 1155 zurückzuführen, errichtet als Zentralbau und Grabstätte. Das Domkapitelhaus entwickelte sich aus dem Seitenschiff des romanischen Domes. Das Dommesnerhaus ist ein spätgotisches Giebelhaus. Der desolate Zustand der Gesamtanlage mit seinen umfangreichen Schadensbildern mit hohem Substanzverlust erforderte Handlungsbedarf. Im Zuge der Instandsetzungsmaßnahmen erhalten Dächer, Gewölbe, Wände und Fundamente eine statisch-konstruktive Ertüchtigung. Der durch Feuchte und Salz geschädigte historische Putz- und Malereibestand sowie die Epitaphien an Wänden und im Boden werden durch restauratorisch-konservatorische Maßnahmen gesichert und konsolidiert. Denkmalpflegerisches Ziel ist es, den morbiden Charakter der Anlage als Denkmalaussage zu erhalten. Für eine öffentliche Nutzung des Kreuzgangbereiches wird die Versorgung mit Energieträgern, der Einbau einer Beleuchtung, die Herstellung einer barrierefreien Erschließung und der Einbau eines Steges zum Schutz der Bodengrabplatten im Mortuarium vorgesehen.

Bauherr: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Planung: Staatliches Bauamt Regensburg,
Ingenieurbüro Siegmüller, Regensburg
Kosten: 7,0 Mio. €
Fertigstellung: 2019